Inhaltsverzeichnis
Studie 1 – Hautzellen und der TRPV4-Rezeptor
Studie 2 – Einfluss von DPV576 auf dendritische Immunzellen
Studie 3 – Untersuchung des TRPV1-Rezeptors
Studie 4 – Untersuchung an älteren Mäusen
Studie 5 – Aktivierung menschlicher T-Lymphozyten
Studie 6 – Materialprüfung: Bakterienwachstum und Geruchsverhalten
Studie 7 – Stressparameter bei Baseballspielern
Studie 8 – Vegetative Erholungsparameter bei Fußballspielern
Studie 9 – Ferninfrarot-Eigenschaften der DPV576-Faser
Studie 10 – Schlafbekleidung und objektive Schlafmessung
V-TEX® – Wissenschaftliche Forschung zu DPV576, Regeneration und Schlaf
Einblick in elf wissenschaftliche Untersuchungen und Forschungsberichte
Wie können moderne Textilien Ruhe, Erholung und Schlaf beeinflussen? Welche Rolle spielen spezielle Fasermaterialien, Hautzellen und das vegetative Nervensystem?
Diese Fragen werden seit mehreren Jahren in wissenschaftlichen Untersuchungen zu DPV576 erforscht. DPV576 bezeichnet eine Materialtechnologie auf Basis von Nanodiamant- und Nanoplatin-Bestandteilen, die unter anderem in funktionellen Textilien eingesetzt wird.
Die Forschungsarbeiten umfassen klinische Untersuchungen mit Probanden, Laborversuche an menschlichen Zellen, tierexperimentelle Forschung und physikalische Materialanalysen.
Wir stellen hier elf Arbeiten vor, erläutern ihre Ergebnisse in verständlicher Sprache und verlinken die Originalquellen, soweit sie öffentlich nachweisbar sind.
Wissenschaftliche Einordnung: Nicht alle Untersuchungen wurden mit fertig konfektionierten V-TEX-Produkten durchgeführt. Insbesondere Ergebnisse mit flüssigem DPV576 können nicht ohne Weiteres auf die Anwendung entsprechender Textilien übertragen werden.
Studie 1 – Hautzellen und der TRPV4-Rezeptor
Ghoneum et al. (2017): Effect of Nanodiamond and Nanoplatinum Liquid, DPV576, on Human Primary Keratinocytes
Forschungsbereich: Hautsensorik und zelluläre Signalwege
Was wurde untersucht?
Wissenschaftler untersuchten die Wirkung einer flüssigen DPV576-Zubereitung auf menschliche Keratinozyten. Keratinozyten sind wichtige Zellen der Oberhaut. Sie sind unter anderem an der Wahrnehmung und Verarbeitung von Reizen beteiligt.
Im Mittelpunkt standen die TRPV-Rezeptoren, insbesondere TRPV4, sowie Veränderungen des Calciumflusses und die Freisetzung verschiedener Botenstoffe.
Was wurde festgestellt?
Nach der Behandlung mit DPV576 zeigten die Hautzellen mehrere messbare Veränderungen. Dazu gehörten eine verringerte TRPV4-Expression, Veränderungen im Calciumfluss und eine erhöhte Freisetzung bestimmter Botenstoffe, einschließlich des Nervenwachstumsfaktors NGF.
Die untersuchte Zytokinfreisetzung war dabei nicht von TRPV4 abhängig.
Was bedeutet das?
Die Untersuchung zeigt, dass flüssiges DPV576 unter Laborbedingungen biologische Signalwege in menschlichen Hautzellen beeinflussen kann.
Sie ist eine wichtige Grundlage für weitere Forschung zur Hautsensorik. Eine direkte Aktivierung des Vagusnervs oder des Parasympathikus durch V-TEX-Bekleidung wurde damit jedoch nicht nachgewiesen.
Originalquelle: Ghoneum MH et al. Journal of Biomedical Nanotechnology. 2017;13(1):110–116.
Originalveröffentlichung auf PubMed – DOI: 10.1166/jbn.2017.2340
Studie 2 – Einfluss von DPV576 auf dendritische Immunzellen
Ghoneum et al. (2010): Nanodiamond and Nanoplatinum Liquid, DPV576, Activates Human Monocyte-Derived Dendritic Cells In Vitro
Forschungsbereich: Immunzellen und Zellkommunikation
Was wurde untersucht?
Die Forscher untersuchten menschliche dendritische Zellen, die unter Laborbedingungen mit unterschiedlichen Konzentrationen einer flüssigen DPV576-Zubereitung behandelt wurden.
Dendritische Zellen sind an der Erkennung und Verarbeitung biologischer Signale sowie an der Steuerung von Immunreaktionen beteiligt.
Was wurde festgestellt?
Die behandelten Zellen zeigten erhöhte Werte bestimmter Aktivierungs- und Reifungsmarker, insbesondere CD83 und CD86. Außerdem veränderte sich die Freisetzung der Botenstoffe IL-6, TNF und IL-10.
Zusätzlich wurde eine verstärkte Aktivierung nachgeschalteter CD4-T-Zellen beobachtet.
Was bedeutet das?
Die Ergebnisse zeigen eine biologische Aktivität von DPV576 an menschlichen Immunzellen im Labor.
Die Studie belegt jedoch weder eine allgemeine Stärkung des Immunsystems bei Anwendern noch eine entsprechende Wirkung durch das Tragen fertiger Textilien.
Originalquelle: Ghoneum M, Ghoneum A, Gimzewski J. Anticancer Research. 2010;30(10):4075–4079.
Studie 3 – Untersuchung des TRPV1-Rezeptors
Ghoneum et al. (2018): Inhibition of TRPV1 Channel Activity in Human CD4+ T Cells by Nanodiamond and Nanoplatinum Liquid, DPV576
Forschungsbereich: Zelluläre Reizverarbeitung und Immunregulation
Was wurde untersucht?
In dieser Laborstudie untersuchten Wissenschaftler, wie flüssiges DPV576 die Funktion menschlicher CD4-T-Zellen beeinflusst.
Besonderes Augenmerk lag auf den Ionenkanälen TRPV1 und TRPV4 sowie auf verschiedenen entzündungsbezogenen Signalstoffen.
Was wurde festgestellt?
Unter den untersuchten Bedingungen verringerte DPV576 die Expression beziehungsweise Aktivität des TRPV1-Signalwegs. Gleichzeitig wurde eine verminderte Freisetzung von IFN-γ und eine erhöhte Freisetzung von IL-10 beobachtet.
Eine entsprechende Veränderung von TRPV4 in diesen T-Zellen wurde nicht festgestellt.
Was bedeutet das?
Die Studie erweitert das Verständnis möglicher zellulärer Wirkmechanismen von DPV576.
Sie ist besonders für die Grundlagenforschung interessant. Aus den Ergebnissen lässt sich jedoch keine klinisch nachgewiesene Schmerzlinderung oder Entzündungshemmung durch V-TEX-Bekleidung ableiten.
Originalquelle: Ghoneum MH et al. Nanomaterials. 2018;8(10):770.
Originalveröffentlichung mit kostenfreiem Volltext – DOI: 10.3390/nano8100770
Studie 4 – Untersuchung an älteren Mäusen
Ghoneum et al. (2010): Modulation of Aged Murine T Lymphocytes In Vivo by DPV576-C, a Nanodiamond- and Nanoplatinum-Coated Material
Forschungsbereich: Immunologische Tierforschung
Was wurde untersucht?
Die Wissenschaftler untersuchten ältere Mäuse, die über einen Monat einer mit DPV576-C ausgestatteten Textilumgebung ausgesetzt waren.
Anschließend analysierten sie verschiedene Immunzellen, darunter CD4- und CD8-T-Zellen sowie natürliche Killerzellen.
Was wurde festgestellt?
Bei den untersuchten Tieren fanden sich Veränderungen verschiedener Immunzellpopulationen und Aktivierungsmarker. Auch die Aktivität natürlicher Killerzellen war erhöht.
Bei der histopathologischen Untersuchung wurden unter den konkreten Versuchsbedingungen keine entsprechenden unerwünschten Gewebeveränderungen festgestellt.
Was bedeutet das?
Die Untersuchung weist auf immunologische Effekte des untersuchten Materials im Tiermodell hin.
Sie ist kein Nachweis für eine verbesserte Immunfunktion oder allgemeine Nebenwirkungsfreiheit beim Menschen. Auch eine direkte Aussage zur Wirkung aktueller V-TEX-Produkte ist daraus nicht möglich.
Originalquelle: Ghoneum M et al. In Vivo. 2010;24(2):141–146.
Studie 5 – Aktivierung menschlicher T-Lymphozyten
Ghoneum, Pan und Katano (2014): Enhancement of Human T Lymphocyte Proliferation by Nanodiamond and Nanoplatinum in Liquid, DPV576
Forschungsbereich: Immunzellaktivität und Zellteilung
Was wurde untersucht?
Für diese Laborstudie wurden Blutproben von zwölf gesunden freiwilligen Personen verwendet.
Die Forscher untersuchten, ob flüssiges DPV576 unter definierten Laborbedingungen die Vermehrung zuvor stimulierter menschlicher T-Lymphozyten beeinflusst.
Was wurde festgestellt?
Bei den stimulierten Zellen nahm die Zellvermehrung in Abhängigkeit von der eingesetzten DPV576-Konzentration zu.
Zusätzlich fanden die Forscher Veränderungen der Aktivierungsmarker CD69 und CD25 sowie eine erhöhte Produktion von Interleukin-2.
Was bedeutet das?
Die Untersuchung beschreibt eine Wirkung von DPV576 auf bestimmte Prozesse der Immunzellaktivierung im Labor.
Sie zeigt nicht, dass das Tragen eines Textils die Immunabwehr bei Menschen verbessert. Auch eine Aktivierung des vegetativen Nervensystems wurde nicht untersucht.
Originalquelle: Ghoneum M, Pan D, Katano H. JSM Nanotechnology & Nanomedicine. 2014;2(2):1031.
Studie 6 – Materialprüfung: Bakterienwachstum und Geruchsverhalten
Tokai University (2011): Auswirkungen nanopartikelhaltiger Funktionsfasern auf Gesundheit und Umwelt
Forschungsbereich: Textilprüfung und Materialeigenschaften
Was wurde untersucht?
In einem Forschungsbericht der Tokai University wurden funktionelle Polyesterfasern mit Nanodiamant- und Nanoplatin-Bestandteilen unter Laborbedingungen geprüft.
Ein Teil der Untersuchung befasste sich mit der Vermehrung verschiedener Bakterien auf beziehungsweise nach Kontakt mit den Fasern. Ein weiterer Teil untersuchte das Geruchsverhalten in einem Versuchsaufbau mit Escherichia coli.
Was wurde festgestellt?
Beim untersuchten Bakterienwachstum zeigte sich kein relevanter Unterschied zwischen den Funktionsfasern und den Vergleichsfasern. Eine antibakterielle Wirkung ließ sich unter diesen Testbedingungen nicht nachweisen.
Im gesonderten Geruchsexperiment wurden Hinweise auf eine verminderte Geruchsbelastung bei höherer eingesetzter Fasermenge beschrieben.
Was bedeutet das?
Die Ergebnisse liefern Informationen über ausgewählte Materialeigenschaften der untersuchten Fasern.
Die Untersuchung ist jedoch kein umfassender dermatologischer Verträglichkeitsnachweis, keine klinische Sicherheitsstudie und kein Nachweis, dass die Hautflora beim Menschen unbeeinflusst bleibt.
Quelle: Forschungsbericht der Tokai University, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, 25. März 2011. Im vorliegenden Dokument ist Prof. Keiko Shimizu genannt.
Internetquelle: Für diesen Forschungsbericht konnte bislang keine eigenständige, öffentlich verifizierbare Originalveröffentlichung ermittelt werden. Das Dokument liegt im Studienarchiv vor. Ein öffentlicher PDF-Link kann nach Klärung der Veröffentlichungsrechte ergänzt werden.
Studie 7 – Stressparameter bei Baseballspielern
Choi et al. (2019): Effect of Novel Recovery Garments Utilising Nanodiamond- and Nanoplatinum-Coated Materials (DPV576-C) on Physical and Psychological Stress in Baseball Players
Forschungsbereich: Sportliche Belastung, Stress und Erholung
Was wurde untersucht?
An dieser randomisierten, placebokontrollierten Studie nahmen 38 junge männliche Baseballspieler teil.
Während eines zweiwöchigen intensivierten Trainingsprogramms trugen 19 Teilnehmer nachts DPV576-C-Regenerationsbekleidung. Die übrigen 19 Sportler verwendeten Vergleichsbekleidung.
Erfasst wurden unter anderem die Cortisolkonzentration im Speichel sowie verschiedene psychologische Belastungsparameter.
Was wurde festgestellt?
In der DPV576-C-Gruppe sank die mittlere gemessene Cortisolkonzentration im Untersuchungszeitraum von 0,71 auf 0,49 µg/dl statistisch signifikant. In der Kontrollgruppe wurde keine entsprechende signifikante Veränderung beobachtet.
Der Gesamtwert der Stimmungsbelastung stieg in der Kontrollgruppe signifikant, in der DPV576-C-Gruppe dagegen nicht. Die Müdigkeitswerte nahmen in beiden Gruppen zu.
Was bedeutet das?
Die Untersuchung liefert Hinweise auf günstige Verläufe einzelner Stress- und Belastungsparameter beim nächtlichen Tragen der untersuchten Regenerationsbekleidung.
Die Ergebnisse beziehen sich auf junge männliche Sportler unter intensiver Trainingsbelastung. Sie sind nicht ohne Weiteres auf andere Anwendergruppen übertragbar und belegen keine direkte Vagusaktivierung.
Originalquelle: Choi Y et al. European Journal of Sport Science. 2019;19(7):869–875.
Originalveröffentlichung – DOI: 10.1080/17461391.2018.1544279
Studie 8 – Vegetative Erholungsparameter bei Fußballspielern
Katano et al. (2017): Effects on Training Performance and the Autonomic Nervous System of Clothes Made of Artificial Fibers Containing Nanoplatinum and Nanodiamond (DPV576) During Naps and Rest Times in Soccer Athletes
Forschungsbereich: Vegetatives Nervensystem und sportliche Regeneration
Was wurde untersucht?
An der Untersuchung nahmen zwölf männliche Fußballspieler teil.
Zwischen zwei Trainingseinheiten nutzten sechs Teilnehmer während einer dreistündigen Ruhephase Kleidung mit DPV576-haltigen Fasern. Die übrigen sechs Teilnehmer trugen vergleichbare handelsübliche Bekleidung.
Die Wissenschaftler untersuchten Herzfrequenzparameter sowie die Leistung bei ausgewählten sportlichen Tests.
Was wurde festgestellt?
Die Forscher berichteten über günstigere Werte ausgewählter Parameter, die zur Einschätzung parasympathischer Aktivität herangezogen wurden, und über Unterschiede bei bestimmten sportlichen Leistungstests zugunsten der DPV576-Gruppe.
Was bedeutet das?
Die Studie ist besonders interessant für die Erforschung des Zusammenhangs zwischen Textilanwendung, Ruhephasen und autonomer Regulation.
Aufgrund der sehr kleinen Teilnehmerzahl und des begrenzten Untersuchungsrahmens sind die Ergebnisse vorläufig. Die verwendeten Herzfrequenzparameter sind indirekte Marker; eine direkte Aktivierung des Vagusnervs durch die Faser wurde nicht nachgewiesen.
Originalquelle: Katano H et al. Journal of Fatigue Science. 2017;12(2):69–77.
Originalquellennachweis in der japanischen Wissenschaftsdatenbank J-GLOBAL
Hinweis: Der Link führt zum bibliografischen Nachweis. Der wissenschaftliche Originaltext liegt zusätzlich im bereitgestellten Studienarchiv vor.
Studie 9 – Ferninfrarot-Eigenschaften der DPV576-Faser
Katano, Matsuki und Tazume (2009): Property of Far-Infrared Radiative Energy Coming from the Hybrid Material Using Nano Diamond and Nano Platinum (DPV576)
Forschungsbereich: Physikalische Materialeigenschaften
Was wurde untersucht?
Die Wissenschaftler untersuchten das Abstrahlungsverhalten verschiedener Polyesterfasern im Ferninfrarotbereich.
Verglichen wurden unbehandeltes Polyester, eine mit Nanoplatin behandelte Polyesterfaser sowie eine DPV576-Hybridfaser mit Nanodiamant- und Nanoplatin-Bestandteilen.
Was wurde festgestellt?
Unter den gewählten Messbedingungen ergaben sich folgende Werte der Ferninfrarot-Emissivität:
- Unbehandeltes Polyester: etwa 63 %
- Nanoplatin-behandeltes Polyester: etwa 80 %
- DPV576-Hybridfaser: etwa 90 %
Die Emissivität der untersuchten DPV576-Hybridfaser lag damit relativ betrachtet rund 43 % über der des unbehandelten Polyesters.
Was bedeutet das?
Die Untersuchung liefert Hinweise auf veränderte physikalische Strahlungseigenschaften des untersuchten Fasermaterials.
Sie zeigt jedoch nicht, dass durch das Tragen entsprechender Textilien die menschliche Durchblutung erhöht, die Muskelspannung vermindert oder der Parasympathikus aktiviert wird. Dafür wären gesonderte physiologische beziehungsweise klinische Messungen erforderlich.
Originalquelle: Katano H, Matsuki H, Tazume S. Bulletin of the School of Health Sciences, Tokai University. 2009;(15):15–19.
Originalquellennachweis in CiNii Research, Japan
Hinweis: Der Link führt zum bibliografischen Nachweis der japanischen Veröffentlichung.
Studie 10 – Schlafbekleidung und objektive Schlafmessung
Lee et al. (2020): Preliminary Study on the Effect of Sleepwear on Objective and Subjective Sleep Quality
Forschungsbereich: Schlafqualität und Schlafkomfort
Was wurde untersucht?
In dieser Pilotstudie untersuchten Wissenschaftler der Seoul National University 14 gesunde Erwachsene, darunter neun Frauen und fünf Männer.
Die Teilnehmer schliefen während der untersuchten Nächte mit DPV576-Schlafbekleidung beziehungsweise Kontrollbekleidung.
Die Schlafqualität wurde unter anderem mittels nächtlicher Polysomnografie sowie anhand subjektiver Fragebögen untersucht.
Was wurde festgestellt?
Bei den objektiven Schlafparametern ergaben sich insgesamt keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Bekleidungsarten.
Bei einer Untergruppe von neun Personen mit zuvor guter Schlafqualität zeigte sich ein nicht signifikant abgesicherter Trend zu längerer Gesamtschlafzeit.
Außerdem berichteten die Teilnehmer unter der untersuchten DPV576-Bekleidung häufiger von Träumen und weniger bekleidungsbedingtem Unbehagen beim Liegen und Drehen im Bett.
Was bedeutet das?
Die Untersuchung zeigt, dass die Art der Schlafbekleidung mit einzelnen subjektiven Wahrnehmungen zusammenhängen kann.
Sie erbrachte jedoch keinen gesicherten allgemeinen Nachweis einer Verbesserung der objektiven Schlafqualität durch DPV576. Aufgrund des Pilotcharakters sind weitere Untersuchungen erforderlich.
Originalquelle: Lee HY et al. Chronobiology in Medicine. 2020;2(2):72–77.
Studie 11 – DPV576-Schlafbekleidung und Schlafkontinuität
Katano et al. (2026): Effects of Sleepwear Incorporating a DPV576 Functional Polyester Fabric on Wearable ECG-Derived Sleep Consolidation: A Randomized Two-Period Crossover Study Under Free-Living Conditions
Forschungsbereich: Schlafkontinuität und nächtliche Erholung
Was wurde untersucht?
In einer randomisierten Crossover-Pilotstudie trugen 14 gesunde junge Männer jeweils eine Woche DPV576-Schlafbekleidung und eine Woche äußerlich vergleichbare Kontrollbekleidung. Dazwischen lag eine einwöchige Auswaschphase.
Die Schlafparameter wurden im Alltag mit einem tragbaren Messsystem erfasst, das unter anderem EKG-basierte Daten auswertete. Zusätzlich erfolgte eine manuelle Überprüfung der Messauswertung.
Was wurde festgestellt?
Bei der manuell überprüften Auswertung zeigte sich unter DPV576-Bekleidung eine höhere mittlere Schlafeffizienz von 93,0 % gegenüber 89,5 % unter Kontrollbekleidung.
Weitere Ergebnisse waren:
- Durchschnittlich 8,4 statt 10,7 nächtliche Wachphasen
- 30,4 statt 41,6 Minuten Wachzeit nach dem Einschlafen
- Keine statistisch signifikante Verbesserung der Gesamtschlafzeit
Die Unterschiede bei Schlafeffizienz, Wachphasen und Wachzeit nach dem Einschlafen waren in dieser Auswertung statistisch signifikant.
Was bedeutet das?
Die Untersuchung liefert konkrete Hinweise darauf, dass die verwendete DPV576-Schlafbekleidung unter den untersuchten Bedingungen die Schlafkontinuität verbessern könnte.
Die Ergebnisse sind besonders interessant, weil die Teilnehmer die Bekleidung im normalen Alltag verwendeten.
Gleichzeitig war die Studie klein, umfasste ausschließlich junge gesunde Männer und dauerte je Bekleidungsbedingung nur eine Woche. Der biologische Wirkmechanismus wurde nicht direkt gemessen. Es handelt sich daher um vielversprechende Pilotdaten, nicht um einen allgemeinen Wirksamkeitsnachweis für sämtliche V-TEX-Produkte oder die Behandlung von Schlafstörungen.
Originalquelle: Katano H et al. Sensors. 2026;26(7):2247.
Originalveröffentlichung mit kostenfreiem Volltext – DOI: 10.3390/s26072247
Was zeigen die elf Untersuchungen insgesamt?
Die bisherigen Arbeiten liefern unterschiedliche wissenschaftliche Erkenntnisse zu DPV576 und verwandten funktionellen Textilien.
Materialforschung: Physikalische Untersuchungen beschreiben Eigenschaften der DPV576-Faser, insbesondere im Ferninfrarotbereich.
Zellforschung: Laborstudien zeigen, dass flüssiges DPV576 ausgewählte Zellfunktionen und Signalwege beeinflussen kann. Untersucht wurden unter anderem Keratinozyten, TRPV1, TRPV4 sowie verschiedene Immunzellen.
Autonome Regulation und Erholung: Kleine Untersuchungen mit Sportlern berichten über Unterschiede bei einzelnen Stress-, Herzfrequenz- und Leistungsparametern.
Schlaf: Eine Pilotstudie aus dem Jahr 2020 fand keine signifikante allgemeine Verbesserung objektiver Schlafparameter. Eine weitere Pilotstudie aus dem Jahr 2026 zeigte dagegen Unterschiede bei ausgewählten Messgrößen der Schlafkontinuität.
Wissenschaftlich einordnen statt pauschal verallgemeinern
Die Studien unterscheiden sich in Materialzusammensetzung, Versuchsbedingungen, Studiendesign und Teilnehmergruppen. Nicht alle Ergebnisse lassen sich aufeinander oder auf sämtliche heute erhältlichen V-TEX-Produkte übertragen.
Insbesondere ist die vollständige Wirkungskette vom fertigen Textil über die Hautsensorik und TRPV4 bis hin zu einer direkten Aktivierung des Vagusnervs wissenschaftlich noch nicht abschließend belegt.
Auch ein allgemeiner klinischer Nachweis für die Verbesserung der Durchblutung oder die Behandlung von Muskelverspannungen ergibt sich aus den hier dargestellten elf Arbeiten nicht unmittelbar.
Die Forschung liefert damit interessante biologische, materialwissenschaftliche und klinische Anhaltspunkte und zugleich konkrete Fragestellungen für weitere Untersuchungen.
Hinweis zu Medizinprodukten
Einzelne entsprechend gekennzeichnete Genki-Vital-/V-TEX-Produkte können als Medizinprodukte der Klasse I gemäß Verordnung (EU) 2017/745 in Verkehr gebracht werden. Maßgeblich sind immer die aktuelle Kennzeichnung, EU-Konformitätserklärung und Zweckbestimmung des jeweiligen Artikels.
Die hier aufgeführten wissenschaftlichen Untersuchungen stellen keine eigenständige Zulassung, Wirksamkeitsgarantie oder Erweiterung der Zweckbestimmung dar.
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Stand der Forschungszusammenstellung: November 2026. Die Zusammenfassungen dienen der wissenschaftlichen Information und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.


